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Manuela Uhl, jugendlich-dramatischer Sopran

“Ihre Schwester Chrysothemis aber ist Manuela Uhl, ein wahres Singwunder, zu deren …Engagement an die Deutsche Oper man das Haus nachdrücklich beglückwünschen darf. Sie singt mit einer schier unglaublichen, durchschlagskräftigen Intensität, die geradezu süchtig zu machen versteht“ – schrieb der bekannte Kritiker Klaus Geitel in der Berliner Morgenpost über Manuela Uhls Chrysothemis an der Deutschen Oper Berlin.

Seit der Spielzeit 2006/07 tritt Manuela Uhl regelmäßig an der Deutschen Oper Berlin auf, nachdem sie dort bereits in den Jahren zuvor wiederholt als Gast engagiert war. In der 1. Spielzeit sang sie in gleich drei Neuproduktionen die weibliche Hauptrolle: In "Germania" von A. Franchetti, in A. v. Zemlinskys "Traumgörge“ und im „Freischütz“(Agathe). Darüber hinaus war sie u.a. als Freia (Rheingold) und Füchslein Schlaukopf (Janáček) zu hören.

In der Spielzeit 2007/08 war Manuela Uhl - neben Chrysothemis - auch als Nedda in „Bajazzo“ zu hören  und übernahm in "Traumgörge" erneut beide Sopranpartien.

Die Spielzeit 2008/09 begann für sie mit dem Rollendebut als Senta in Wagners „Holländer“. Auf der Tournee der DOB nach China sang Manuela Uhl zudem erstmals die Elisabeth in Wagners „Tannhäuser“. Die weitere Spielzeit stand dann mit Salome(Dir. U. Schirmer) und Chrysothemis (Dir. K. Ono) im Zeichen der großen Sopranpartien von Richard Strauss. Die Chrysothemis sang sie auch an der Bayerischen Staatsoper unter K. Nagano. Außerdem hat Manuela Uhl im Goldenen Musikvereinssaal in Wien Beethoven’s 9. Symphonie zur Aufführung gebracht  und im Teatro Massimo in Palermo als Marie/Marietta in Korngold’sTote Stadt“ debütiert. Mit dem BeethovenOrchester Bonn unter Stefan Blunier hat sie Schönberg’s Lieder opus 8 auf CD aufgenommen.

Manuela Uhl hat in Salzburg, Zürich und Freiburg studiert und war von 1995 an am Badischen Staatstheater Karlsruhe engagiert. Hier sang sie u.a. Pamina und Königin der Nacht, sowie die Titelpartien in "Daphne" (Strauss), "Margarethe" (Gounod), "Armida" (Haydn) und "Anne Frank" (Frid). An den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel erweiterte Manuela Uhl ihr Repertoire um große Partien der Spätromantik. Sie sang die weibliche Hauptrolle in der Uraufführung der Oper „Flammen“ von Franz Schreker, Roxanne in AlfanosCyrano“ und von Richard Strauss Aminta und die Danae: "Ein Glückfall - darstellerisch wie gesanglich - Manuela Uhl in der maßlos schwierigen Titelpartie: Eine mezzogrundierte, klangreiche, in der mittleren Lage üppige und doch leuchtende Sopranstimme, sicher und selbst in den extremen Höhenlagen schlank und dynamisch variabel geführt." schrieb „Stimmenpapst“ Jürgen Kesting über Manuela Uhls "Danae".

Gastverträge führten Manuela Uhl wiederholt an die Staatsopern Hamburg und Stuttgart, an die Deutsche Oper und Staatsoper Berlin, nach Köln, Essen, Braunschweig, Münster, Innsbruck, Wiesbaden und Mannheim. Bei den Händelfestspielen in Karlsruhe und Halle a. S. sang sie Hauptpartien. In Tokyo debütierte sie als Beethovens Leonore. Internationale Anerkennung erlangte sie für ihre Salome an der Oper Montpellier. Mit der Salome hat Manuela Uhl auch die Internationalen Maifestspiele 2008 in Wiesbaden eröffnet. “Ihre Verpflichtung nach Wiesbaden darf als besonderer Glücksgriff bezeichnet werden.“ schrieb Benedikt Stegemann in der FAZ.

Es liegen zahlreiche CD-Gesamtaufnahmen vor, in denen Manuela Uhl die weibliche Hauptpartie singt.

2009/10 folgte an der Deutschen Oper Berlin nach der Neuproduktion von „Frau ohne Schatten“ /Kaiserin (2009)  unter U. Schirmer 2010 die konzertante Premiere von Waltershausens „Oberst Chabert“ (incl. CD)  Daneben gastierte sie mit Mahlers 8. Symphonie in Tokyo und bei der Bayerischen Staatsphilharmonie/ Bamberger Symphoniker (CD unter der Leitung von J. Nott), sowie  mit Beethovens 9. Symphonie in Dresden (Dir. Frübeck de Burgos), Madrid (M. Gomez- Martinez) und Bonn (Dir. S. Blunier, 2010),   in Kopenhagen mit der Tannhäuser-Elisabeth, mit der  Chrysothemis unter Chr. Thielemann in Baden-Baden und München und als Marie/Marietta in der Toten Stadt am Teatro Real in Madrid.

2010/11 und später wird sie unter anderem an der Oper Leipzig die Titelrolle in einer Neuproduktion von Gluck’s „Iphigénie en Aulide“ unter P. Carignani singen, an der Deutschen Oper Berlin wird sie unter D. Runnicles u.a. Elsa, Irene/Rienzi Chrysothemis und Venus/Elisabeth(Tannhäuser) interpretieren, dort auch eine Neuproduktion von Strauss‘ „Danae“ unter A. Litton bestreiten; an der Opéra de Wallonie in Liège die Senta/Holländer singen, diese auch an der Deutschen Oper am Rhein. Am Teatro Real Madrid wird sie die Chrysothemis darstellen (Dir. S.Bychkov), wie auch in Nizza, und am Teatro della Maestranza in Sevilla  die Agathe/Freischütz interpretieren. Außerdem wird sie Mahlers 8. Symphonie  mit der Accademia St. Cecilia unter A. Pappano, anschließend beim Kultur/Ruhrfestival in Essen unter Lorin Maazel und erneut unter J. Nott  im Festspielhaus Baden-Baden singen.

 

- kr 08/10 -