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Wilhelm Schwinghammer, Bass

1977 im bayerischen Vilsbiburg geboren, absolvierte Wilhelm Schwinghammer das Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen, wo er im weltberühmten Chor mitwirkte. An der Universität der Künste Berlin studierte er anschließend von 2000 bis 2003 bei Harald Stamm Gesang, wo er auch die ersten Opernpartien gestaltete. Meisterkurse u.a. bei Kurt Moll und Marjana Lipovsek rundeten seine Ausbildung ab.

Das erste große Engagement folgte schon bald nach dem Abitur: Bis 2004 sang er unter Frieder Bernius im Kammerchor Stuttgart. Von 2000 bis 2003 sammelte der Finalist beim 33. Deutschen Bundeswettbewerb in Berlin 2004 außerdem wichtige Erfahrungen in Herreweghes Collegium Vocale Gent. Zudem sang er unter Jacobs in Händels „Saul“ und ist noch heute Mitglied im Ensemble „Sette Voci“ um den langjährigen Herreweghe-Bariton Peter Kooij.

Mit der Aufnahme am Internationalen Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper 2003 baute der junge Bass seine Opernerfahrungen weiter aus: so sang er u.a. in Händels „Giulio Cesare“ (Curio), in der „Zauberflöte“ (2.Geharnischter), in „Traviata“ (Obigny), „Zar und Zimmermann“ (Lord Syndham), „Meistersinger“ (Nachtwächter) und TschaikowskysEugen Onegin“ (Saretzki). Bei der äußerst erfolgreichen Hamburger Wiederaufnahme der „Parsifal“-Inszenierung (2.Gralsritter) von Robert Wilson sowie John Neumeiers „Jubiläumsballett“ (Auszüge aus Messias/Mozart-Requiem/Bach-Magnificat) 2004 wirkte Schwinghammer als Bassist ebenfalls mit. 

Einen weiteren frühen Höhepunkt von Schwinghammers bisheriger Opernlaufbahn markierte sein Debüt bei den Salzburger Festspielen im August 2005: An der Seite von Anna Netrebko und Rolando Villazón gestaltete er die Partie des jungen Dr. Grenvil aus „La Traviata“. Die Inszenierung von Willy Decker wurde im österreichischen Fernsehen live sowie in der ARD zeitversetzt ausgestrahlt und zudem auf CD und DVD veröffentlicht.

Unter der neuen Hamburger Intendantin und Generalmusikdirektorin Simone Young kamen in der Spielzeit 2005/06 weitere Rollen hinzu, so aus „Tristan und Isolde“ (Steuermann), „Tosca“ (Angelotti), Händels „Alcina“ (Melisso), Donizettis „La Fille du Regiment“ (Korporal) sowie aus Peter Eötvös’ Tschechow-Oper „Tri Sestri“ (Kulygin).

Seit  Beginn der Spielzeit 2006/07 gehört Wilhelm Schwinghammer dem Ensemble der Hamburgischen Staatsoper an: Auf dem Programm standen  unter anderem die Rollen des Masetto („Don Giovanni“), Colline („La Boheme“), Lodovico („Othello“) sowie des Theseus aus „Britten‘s „A Midsummer Night’s Dream“. Zur Eröffnungspremiere der Jubiläumsspielzeit des Theaters der Landeshauptstadt Kiel sang W. Schwinghammer den Rocco/ Fidelio neben A. Dugger und S. MacAllister, in Hamburg die Premiere „Weihnachtsoratorium“ unter A. De Marchi. In der Spielzeit 2008/09 sang er an der Hamburgischen Staatsoper u.a. Colline/La Bohème, Eremit/Freischütz, Don Basilio/Barbiere und Sparafucile/Rigoletto. Außerdem gab er  sein Debüt als Kaspar/Freischütz auf Schloss Glatt und bei der Schubertiade Schwarzenberg. In der Spielzeit 2009/10 gab er in Hamburg u.a. Il re(Aida), Leporello, Sarastro, Figaro und Eremit.

2011 wird Willhelm Schwinghammer zu den Osterfestspielen für die Salome unter Simon Rattle/Stefan Herheim nach Salzburg zurückkehren – konzertante Aufführungen in der Berliner Philharmonie sind ebenfalls geplant. 2012 wird er im konzertanten Wagner-Zyklus des RSB Berlin unter Marek Janowski im Tannhäuser den Biterolf singen (incl. CD- Aufnahme). In Hamburg wird er u.a. als Figaro, Frank/Fledermaus und Sarastro zu erleben sein. Weitere Pläne umfassen u.a. eine Konzertgala in Saarbrücken, eine Aufführung des Mozart-Requiems unter der Leitung v. Ph. Herreweghe in Italien, das Verdi-Requiem in Essen und Beethovens 9te  mit den Münchner Symphonikern in München und Nürnberg.

Die Zusammenarbeit im Opern- wie Konzertbereich umfasst Dirigentennamen  wie N. Luisotti (Boheme- Colline, Angelotti), P. Schneider (Mozart-Requiem), S. Soltesz (Tosca, Evgenij Onegin), M. Honeck, G. Albrecht (7 Worte des Erlösers/Prag), Sir N. Marriner (Mozart Messe in C Moll), H.Rilling (Krönungsmesse, Bach-Magnificat), M. Minkowski (Bach: Johannes-Passion), H. C. Rademann (Israel in Egypt)  u.a. 

Beim ARD Musikwettbewerb 2009 in München gewann er im Fach Gesang  den 2. Preis und den Publikumspreis.

 

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