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Carsten Wittmoser, Heldenbariton

Der in Essen geborene Bassbariton studierte zunächst Wirtschaftswissenshaften und parallel dazu Gesang bei Hendrikus Rootering. Nach Abschluss des Studiums engagierte ihn die Stuttgarter Staatsoper 1995 zunächst als Gast. In der Spielzeit 1997/98 wurde er festes Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart.

Zu Beginn der Spielzeit 2000/01 wechselte er ins erste Bassfach nach Linz, wo er unter anderem Colline in La Bohéme, Don Alfonso in Cosí fan tutte und den Eremiten in Der Freischütz interpretierte.

In der Spielzeit 2004/05 war er Ensemblemitglied des Stadttheaters Freiburg. Hier sang er unter anderem die Partien des Lindorf, Coppelius, Doktor Mirakel und Dapertutto in Hoffmanns Erzählungen, Raimondo in Lucia di Lammermoor und den Doktor in Wozzeck.

Darüber hinaus gastierte der Sänger unter anderem bei den Gergiev-Festspielen in Rotterdam, an der Bayerischen Staatsoper sowie an der Volksoper in Wien. 2003 debütierte Carsten Wittmoser als Landgraf in Tannhäuser an der Staatsoper Berlin. Er wirkte bei einer konzertanten Aufführung von Richard Strauss´ Daphne in der Kölner Philharmonie mit, dirigiert von Semyon Bychkov, die auch auf CD für Decca eingespielt wurde. Unter der Leitung von Dennis Russel Davies sang er beim Brucknerfest in Linz den Fafner in Das Rheingold. 2006 sang er König Marke in einer konzertanten Aufführung von Tristan und Isolde am Volkstheater Rostock.

Als Konzertsänger arbeitete Carsten Wittmoser bereits mit Helmuth Rilling und Martha Argerich. 2005 debütierte er im Wiener Musikverein unter Ton Koopman.

In den Spielzeiten 05/06 bis 07/08 gehörte er zum Ensemble der Staatsoper Hamburg. Hier war er unter anderem als Sarastro in Die Zauberflöte, Sparafucile in Rigoletto, Bartolo in Le nozze di Figaro, Seneca in Die Krönung der Poppea, Eremit in Der Freischütz und als Crespel in Hoffmanns Erzählungen zu hören.

Im Sommer 2006 gehörte er zu den Finalisten des International Wagner Competition der Seattle Opera. Dem folgte ein Engagement als Ramfis in Aida, mit dem Carsten Wittmoser im Sommer 2008 an der Seattle Opera sein USA Debüt gab.

Carsten Wittmoser sang im Sommer 2009 bei den Tiroler Festspielen unter der Leitung von Gustav Kuhn Pogner in Die Meistersinger von Nürnberg sowie Rocco in Fidelio.

Seit der Spielzeit 2009/10 erweitert Carsten Wittmoser sein Repertoire um Rollen des dramatischen Bariton- und Heldenbaritonfachs. So singt er seither unter anderem an der Komischen Oper Berlin die Bösewichte in Hoffmanns Erzählungen, Pizarro sowie den Germont in Traviata. An der Oper Bremen hat er sein Debüt als Simone in Eine florentinische Tragödie von Zemlinsky gegeben.

Im September 2010 wird Carsten Wittmoser sein Debüt in Südamerika geben. Er singt an der Opera Bogotá den Germont in Traviata.

 

- kr 08/10 -