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Tigran Martirossian, Bass

Tigran Martirossian wurde 1970 in Erevan, Armenien geboren, wo er zunächst Physik studierte, bevor er in Moskau an der Staatlichen Gnesin-Musikakademie bei Prof. A. Eizen und Prof. P. Lisitsian das Gesangsstudium aufnahm, währenddessen er sogleich ein Solisten-Engagement an der "Neuen Oper" Moskau erhielt.

Von 1993 bis 1998 sang er unter anderem die Partien des Salieri in Rimski-Korsakovs Mozart und Salieri, Gremin/ Eugen Onegin, Farlaf/ Ruslan und Ludmila, Cecil/Maria Stuarda und Stromminger/ La Wally (Alfredo Catalani) sowie als Gast am Moskauer Bolschoi Theater Ramphis/ Aida, König Rene/ Iolanta, Raimondo/ Lucia di Lammermoor, Pimen/ Boris Godunov und Fürst Galitzky/ Prinz Igor. 1998 hatte er sein erfolgreiches Debüt als König Treff in Peter Ustinovs Produktion von Die Liebe zu den drei Orangen (Prokofiev).

Seit 1993 war Martirossian regelmäßiger Gast in Europa und den USA. 1996 machte er sein Debüt als Philipp II/ Don Carlo am Opernhaus Sophia; es folgten zahlreiche Aufführungen von Boris Godunov, darunter bei den Salzburger Festspielen, geleitet von V. Gergiev (1999), in Graz (Pimen, 1997), Frankfurt am Main (Varlaam, 1998) und Toulouse unter M. Plasson und der Regie von Nicolas Joel (Varlaam, 1998). Nach Salzburg kehrte Martirossian 1999 für ein Konzert zurück und abermals 2000 für Les Troyens, beides unter S. Cambreling. Weitere Engagements erfolgten als Banquo/ Macbeth in NeapelKönig/ Aida an der Wiener Staatsoper, Sparafucile/ Rigoletto in Avignon, sowie für sein Debüt in La forza del destino am Teatro Real Madrid; außerdem sang er in Krieg und Frieden an der Opéra de la Bastille, Arshak in San Francisco und machte sein Strauss-Debüt mit Salome an der Mailänder Scala. Weiterhin sang Martirossian Mephistophele/ Faust (Gounod) in Minneapolis, Don Alfonso, Lucrezia Borgia in Bologna, Timur/ Turandot in Tokyo beim Gastspiel des Maggio Musicale Fiorentino, Panthée/ Les Troyens in München, Florenz, Salzburg und London (London Symphony Orchestra, Sir Colin Davis),sowie Philipp II/ Don Carlo beim Verdi-Festival in München 2001, unter Zubin Mehta.

Tigran Martirossian sang ebenfalls eine Vielzahl von Konzerten in Europa und den USA, darunter zwei Schostakowitsch-Konzerte sowie König Lear und Suite on Verses (Buonarotti) mit dem London Symphony Orchestra (M. Rostropovich); ebenfalls in London Oedipus Rex (Creon/Messenger) mit dem BBC Orchestra unter J.-P. Saraste. 2001 gab er in Boston die Weltpremiere der Armenischen Göttlichen Liturgie (Rouben Gregorian) und präsentierte unter Zubin Mehta  Beethovens 9. Sinfonie am Teatro Massimo in Palermo. Weitere Konzerte gab er u.a.  mit dem San Francisco Symphony Orchestra (Oedipus Rex, Le Rossignol), dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg (Mozart Messe in c-moll) und dem Ensemble Contemporain (Pulcinella).

2002 wurde er von M. Tilson-Thomas für Rimskij-Korsakovs Oper Mlada in San Francisco engagiert und gab sein Debüt an der Metropolitan Opera New York als Goffredo/ Il Pirata, gefolgt von erneuten Engagements am selben Haus 2003 mit Panthée/ Les Troyens sowie als Colline/ Bohème. Im gleichen Jahr gab er den Comte des Grieux/ Manon an der Houston Grand Opera, Oedipus Rex mit dem Hessischen Rundfunkorchester in der Alten Oper Frankfurt und abermals mit dem LSO unter Sir Colin. 2004 feierte ihn das Publikum in Marseille für seine Darbietung von Rodolfo/ La Sonnambula, weiterhin sang Martirossian in den USA mit dem San Francisco Symphony Orchestra sowie als Ramphis/ Aida in Philadelphia. 2005 holte ihn die Hamburgische Staatsoper fest ans Haus, wo er in seiner ersten Spielzeit u. a. Sparafucile/ Rigoletto, Figaro/ Le Nozze di Figaro, Selim/ Il Turco in Italia und Basilio/ Il Barbiere di Siviglia verkörperte. Als Basilio gastierte er 2005 auch in Philadelphia.

2007 kehrte Martirossian mit Ramphis als Gast an die Houston Grand Opera zurück und gab dort ebenfalls eine konzertante Aufführung von Norma (Oroveso), zusammen mit Edita Gruberova. Als Basilio gastierte er 2008 an der Staatsoper unter den Linden, 2009 als Selim in Kopenhagen und am Theater an der Wien (Dir. F. Luisi, Reg. C. Loy). Weiterhin sang er 2009 an der Stuttgarter Staatsoper wie bei den Bregenzer Festspielen (Dir. C. Rizzi, Reg. G. Vick) den Ramphis in Aida - einschließlich DVD und TV-Übertragung – sowie den Banquo/Macbeth an der Bayerischen Staatsoper München und gab erneut den Basilio/Barbiere in Berlin. Zuletzt gab er bei den Bregenzer Festspielen 2010 erneut Ramphis/Aida, an der Bayerischen Staatsoper Selim/Turco und am Teatro alla Scala Fasolt/Rheingold (Barenboim)

Sein aktuelles Repertoire in Hamburg umfasst u. a. Basilio, Fiesco, Dulcamara/L'elisir d'amore, Daland, Sparafucile, Commendatore, Selim/Turco, Colline, Figaro, Fafner/Siegfried, Dossifei/Chowantschina, Sulpice/La Fille du Régiment, Fasolt/ Rheingold und Banquo/ Macbeth.

In der Spielzeit 2010/11 singt er an seinem Stammhaus in Hamburg unter anderem Dossifei, Dulcamara, Gremin, Banco, Fasolt und Alidoro. Daneben debütiert er mit der Rolle des Pagano/ I Lombardi bei den Festspielen St. Gallen.

Tigran Martirossian war Preisträger in insgesamt 8 Wettbewerben, darunter auch bei Operalia, was zu einer Aufführung des Verdi- Requiem unter der musikalischen Leitung von Placido Domingo führte.

Dirigenten:

S. Cambreling, Sir Colin Davis, V. Gergiev, Z. Mehta, M. Plasson, C. Rizzi, M. Rostropovich, J.-P. Saraste, M. Tilson-Thomas, S. Young, P. Domingo, J. Levine, D. Oren, M. Wigglesworth, P. Jordan, E. Plasson, D. Callegari, R. Frizza                                                                                                                         

 

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