StartseiteNewsOpernregieCoachingKontaktImpressum

Tove Dahlberg, Mezzosopran

Tove Dahlberg, geboren in Schweden, studierte zunächst Jazz Performance an der Royal Academy of Music in Stockholm, bevor sie ihr Studium am University College of Opera in Stockholm im Jahr 2002 abschloss. Die Kombination aus ihrer leuchtenden Stimme, ihrer musikalischen Flexibilität und ihrer einnehmenden Bühnenpräsenz machen sie zu einer ausgesprochen kommunikativen Künstlerin mit einem Repertoire von Mozart zu zeitgenössischem Kunstlied bis hin zu Jazz und faszinierenden schauspielerischen Fähigkeiten, die ihr überschwänglichen Applaus eingebracht haben.

Ihr Debüt gab sie im Rahmen des renommierten Vilar Young Artists Programme am Royal Opera House in der Rolle der Laura in Verdis Luisa Miller, gefolgt von der Rolle des Fyodor in Boris Godunov – sehr zur Begeisterung der Kritiker. Andrew Clark hierzu in der Financial Times: „...Tove Dahlbergs leuchtender Fyodor stiehlt fast die Show.“ Während ihrer Zeit am Royal Opera House arbeitete sie mit Dirigenten wie Semyon Bychkov, Antonio Pappano und Sir Charles Mackerras. Andere Opernengagements beinhalteten Cherubino (Die Hochzeit des Figaro) an der Royal Swedish Opera in Stockholm und Dorabella (Così fan tutte) mit Jane Glover am Chicago Opera Theatre.

Tove gab ihr Debüt in Glyndebourne als Mélisande in Debussys Pelléas et Mélisande für Glyndebourne on Tour im Jahr 2004 und bekam für diese Rolle prompt den GOT Promis Award verliehen. Das „Opera Magazine“ schrieb: „Mélisande, Tove Dahlberg,...war nicht der Verdammung preisgegeben, sondern wurde als leidenschaftliche Frau dargestellt; hin- und hergerissen zwischen der Zuneigung zu ihrem Mann und einer nicht zu leugnenden Liebe zu dessen Halbbruder. Die Szene ihres unwiderruflich letzten Treffens barg fast unerträgliche Intensität; es war unmöglich Singen und Drama voneinander zu trennen.“

Anschließend sang sie Hermia in Benjamin Brittens A Midsummer Night’s Dream unter Ilan Volkov, und Dorabella an der Opéra National de Lyon, dirigiert von William Christie. Des Weiteren sang sie die Titelrolle in einer neuen Oper, Julie von Philippe Boesmans, für La Monnaie in Brüssel, anschließend aufgeführt beim Aix-en-Provence Festival unter der Leitung von Kazushi Ono. Ihr italienisches Debüt gab sie als Fyodor mit Semyon Bychkov am Maggio Musicale in Florenz, und sang die Hermia im Linbury Theatre des Royal Opera House, dirigiert von Richard Hickox. Weitere Engagements beinhalteten Cherubino an der Opéra National de Lyon.

Das Vadstena Festival schneiderte Tove mehrere Rollen persönlich auf den Leib: Sie sang die Rollen des Calypso, der Eurykleia und der Helene von Troja in Stöndernas svall (Rückkehr nach Ithaka) von Reine Jönsson, die Hauptrolle in Paula af Malmborg Wards Einaktoper Vill ni ha ett frostigt päron? (Would you like a frosty pear?), und die der TV Moderatorin in Ylva Q Arkviks Du far inte ga (You can’t go).

Ihr weitläufiges Konzert- und Opernrepertoire umfasst Bachs Weihnachtsoratorium, Messe in b Moll und die Johannes Passion, Mozarts Requiem und Vesperae Solennes de Confessore, Pergolesis Stabat Mater und Vivaldis Gloria. Ihr New Yorker Debüt gab sie sie beim Mostly Mozart Festival in Mozarts Messe in c Moll mit Louis Langree, ein Werk welches sie in der Vergangenheit bereits mit Hallé und Mark Elder sang. Jüngere Highlights beinhalten Mozarts Davidde Penitente mit dem Orquestra Nacional do Porto, Konzerte mit dem I Pomeriggi Musicali in Mailand unter Antonello Manacorda, Auftritte und Aufnahmen mit dem Drottningholm Baroque Orchestra sowie Aufnahmen für das Schwedische Radio und Beethovens Neunte mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg unter der Leitung von Emmanuel Krivine.

Tove Dahlberg brilliert auf dem Gebiet des musikalischen Vortrags - ihre Tätigkeit auf diesem Gebiet beinhaltete beispielsweise das BBC Radio 3 Voices Recital mit Julius Drake. Sie sang außerdem die Rolle der Mère Marie in Auszügen der Dialogues des Carmélites unter Stéphane Denève beim Edinburgh Festival, und war beim Tribute to Gershwin - Konzert im schwedischen Berwaldhallen und in Haydns Harmoniemesse in Edinburgh und Glasgow zusammen mit dem von Thierry Fischer dirigierten Scottish Chamber Orchestra zu hören. Außerdem debütierte sie noch 2007 beim San Francisco Symphony Orchestra (Händel: Messiah), sang Bach’s H-Moll-Messe in Chicago, Merab in Händels Saul mit der BBC Wales (Dir. N. Kraemer)  und trat mit der Tschechischen Philharmonie in Mendelssohns Zweiter Sinfonie in Prag auf, außerdem beim Haendel and Haydn Festival in Boston als Sopran 2 in Mozarts C-Moll–Messe unter Harry Christophers.

In der Saison 2008/09 sang sie die Rolle der Valencienne in Die Lustige Witwe an der Folkoperan in Stockholm, sowie die Titelrolle in Il Tigrane von Alessandro Scarlatti am Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken unter George Petrou. Weiterhin sang sie den Mezzo-part in Mendelssohns Lobgesang mit Charles Olivieri-Munroe und der Tschechischen Philharmonie in Prag, sowie die Alt-Soli in Bachs B-Moll-Messe in Chicago mit Music of the Baroque.

Jüngst konzertierte sie mit Haydns Nelson Messe mit der Academy of Ancient Music in Macao, Mozarts C-Moll-Messe mit der Händel and Haydn Society Boston und Harry Christophers, sowie Bachs Weihnachtsoratorium mit Collegium Musicum in Bergen. Weitere Engagements beinhalten Così fan tutte am Teatro Massimo  Bellini in Catania, unter der Leitung von Hubert Soudant, Sièbel in Faust an der Folkoperan in Stockholm, eine weitere Darbietung von Messias mit San Fransico Symphony sowie die Wiederaufnahme von Così fan tutte und Le nozze di Figaro an der Opéra National de Lyon.

 

- kr 03/10 -